| Deutschland -ein Blick von außen |
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In Deutschland spielt das nationale Element kaum eine Rolle. Die Regierung und die sogenannte „Elite“ gibt sich gern international und kosmopolitisch, Symbole wie die deutsche Flagge sind meist nur an offiziellen Feiertagen zu sehen (es sei daran erinnert, dass Mitglieder der Grünen Jugend 2008 auf ihrem Bundeskongress sogar auf die deutsche Fahne urinierten), die Flaggen der einzelnen Bundesländer dürften vielen Bewohnern ebenso unbekannt sein wie deren Hymnen. Im Radio wird die Nationalhymne in die Minute vor Mitternacht im Deutschlandfunk abgeschoben (der von kaum zwei Prozent der Bevölkerung gehört wird), und ein Großteil der Menschen dürfte nicht einmal fehlerfrei den Text des Deutschlandlieds kennen (bestes Beispiel hierfür ist der denkwürdige Auftritt von Sarah Connor). Daher verwundert es auch nicht, dass bei offiziellen Anlässen, bei denen die deutsche Hymne gesungen wird, nur ein Bruchteil der Menschen diese mit anstimmt. All dies zeigt, wie gering die Identifikation mit dem eigenen Land häufig ist. Dies dürfte politisch auch so gewollt sein, denn auch die meisten Politiker in unserem Lande sehen sich sicherlich eher als Internationalisten, die „dem Klima“, dem „Frieden“, den „Migranten“ und anderen Ziele zu dienen haben, aber nicht dem deutschen Volk (Igitt!), das sie zwar wählt, aber seine Schuldigkeit damit auch getan hat. Diese weit verbreitete politische Grundhaltung (die beileibe nicht nur bei Linksgrünen vorhanden ist), die sich ganz besonders stark im Umgang mit den Symbolen des eigenen Landes zeigt, hat natürlich ganz praktische politische Konsequenzen. Das eigene Land, die eigene Bevölkerung kommt nicht zuerst, sondern steht ganz weit hinten auf der Liste der politischen Agenda. Ganz anders dagegen in anderen Ländern. Wer einmal in den USA war und dort den lebendigen Patriotismus – nicht Nationalismus – erlebt hat, weiß, wovon ich rede. Viele Bürger identifizieren sich mit ihrem Land und zeigen dies auch offen, indem sie die US-Flagge vor ihren Häusern aufhängen. Und auch in Mexiko ist es vollkommen normal, trotz aller Schwierigkeiten, die das Land hat, eine patriotische Haltung einzunehmen. Dies zeigt sich auch ganz praktisch im Alltag des Landes. So gehört die Band Timbiriche seit vielen Jahren zu den beliebtesten Musikgruppen im Land. Ihre Lieder werden von Millionen gehört, die Texte können viele auswendig. Zu den besonders beliebten und gern mitgesungenen Songs gehört dabei das Lied „Mexico“, dessen Text sicherlich bei uns als rechtsradikal gelten würde und evtl. gar auf dem Index stünde (in einer auf Deutschland bezogenen Version). Nachfolgend eine freie Übersetzung des Songtextes (hier live zu hören): Mexiko Mexiko, Mexiko, ich möchte laut rufen welch schöne Nation. Bis so ein Text auch in Deutschland ganz normal ist und damit auch eine veränderte Haltung zum eigenen Land einhergeht, dürfte jedoch noch sehr viel Wasser den Rhein hinab fließen… (Von Jorge Miguel)
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| Zuletzt aktualisiert am Montag, den 11. Januar 2010 um 07:26 Uhr |