Geister aus der wüsten Tiefe

In der Krone, immerhin auflagenstärkste Zeitung Österreichs, erschien am 2. Januar ein von Torsten Weidnitzer verfaßter Artikel zum Klimaschwindel. Da der Krone-Seniorchef, Hans Dichand, vom menschengemachten Treibhauseffekt und seiner Gefährlichkeit zutiefst überzeugt ist, wagt Weidnitzer gegen die Blattlinie zu schreiben. Auch eine Form von Zivilcourage.

Weidnitzer in der Krone:

Geld-Gaukler und der Klima-Götze

Jede Generation bekommt die Gaukler und Götzen, die sie verdient. Aber noch nie ging es dabei um so ungeheuer viel Geld wie derzeit. (…) Vorbilder in tiefer Vergangenheit hat (…) der aktuelle Klima-Götze. Abzocke durch Glaubenszwang, Gehirnwäsche, Ablasshandel (CO2) – alles da. Wie erfolgreich der Glaubensdruck ist, bewies ausgerechnet die Industrie am 1. Dezember. Da verkündete sie wörtlich: “Europas Anteil an den globalen Emissionen liegt derzeit bei 14 und schon bald bei weniger als 10 Prozent.” Dass die Erde 97 Prozent der Gesamtemissionen selbst biogen erzeugt, die Menschheit nur drei Prozent, fällt in der gespenstischen Diskussion vorsichtshalber unter den Tisch. Denn wenn schon die Gesetze der Physik und die Temperaturmessungen keine Klimakatastrophe hergeben, muss man die Fakten entsprechend hemmungslos verdrehen, um Alarm schlagen zu können. Wo bleibt der Hausverstand, die Frage: Stimmt das überhaupt? In Shakespeares “Heinrich IV.” prahlt Glendower: “Ich rufe Geister aus der wüsten Tiefe!” Darauf Percy: Das kann ich auch. Das kann jeder. Aber kommen sie, wenn Ihr sie ruft?”