Türkei: Westerwelle setzt sich für EU-Beitritt ein

Pünktlich zum Antrittsbesuch des neuen Außenministers Guido Westerwelle in Ankara hat die CSU vom Tegernsee aus den Abbruch der Beitrittsgespräche mit der Türkei gefordert. Dort eingetroffen schoss der Minister gleich zurück: Die aktuelle Debatte in Deutschland „habe nichts mit verantwortungsvoller Außenpolitik zu tun. Es kommt für uns nicht in Betracht, etwas einseitig aufzukündigen. Wir sind verlässliche Vertragspartner.”

Die BILD berichtet:

Es ist DAS Thema beim Antrittsbesuch von Guido Westerwelle (FDP) in Ankara: Das mögliche Aus für den türkischen EU-Beitritt! Entsprechende Forderungen aus der CSU beherrschen seit Tagen auch die Diskussionen in der Türkei.

Doch der deutsche Außenminister stellte gleich zu Beginn seiner Gespräche unmissverständlich klar: Die Bundesregierung setzt sich weiter für einen EU-Beitritt der Türkei ein. Sie wolle ergebnisoffene Verhandlungen mit dem Land am Bosporus, sei gegen einen Abbruch der Gespräche. Westerwelle: „Es kommt für uns nicht in Betracht, etwas einseitig aufzukündigen. Wir sind verlässliche Vertragspartner.“ Die Türkei sei für Deutschland und die EU von strategisch wichtiger Bedeutung – politisch und wirtschaftlich.

Eine Watsch’n aus Ankara für die Anti-Türkei-Stänkerer in Bayern!

Und als sei das noch nicht genug, legte FDP-Chef Westerwelle in Richtung CSU nach. Die aktuelle Debatte in Deutschland „habe nichts mit verantwortungsvoller Außenpolitik zu tun“.

Vielleicht sollte die Politik mal das Volk zurate ziehen…
Aber das würde ja bedeuten, dass man eine andere Meinung vertreten muß, als man es derzeitig tut.
Ferner zeigt es, dass sich die CSU sich nicht durchsetzen kann und wird.