| Glücklose Beglücker |
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Den GAL-Grünen in Hamburg geht es gerade gar nicht gut. Wie es aussieht, kommt es im Sommer zum Volksentscheid über die schwarz-grüne sechsjährige „Primarschule“. Wird sie abgelehnt, zerplatzt der GAL ihr wichtigster Erfolg aus den Koalitionsverhandlungen mit der CDU.
Flammende Aufrufe zur Weltrevolution Hätten sie mal lieber ihre Veteranen und Gründerväter aus den K-Gruppen gefragt, wie das damals so war. Im Studentenzirkel rumhocken, Flugblätter pinseln und Ho-Chi-Minh hochleben lassen war das eine, rausgehen vor die Fabriktore und den Arbeitern bei Schichtwechsel flammende Aufrufe zur Weltrevolution in die Hand drücken, bevor die geknechteten Proletarier kopfschüttelnd in ihren Benz steigen und heim ins Reihenhaus fahren, statt sich gegen ihre Ausbeuter zu erheben, war schon viel schwieriger. Jetzt haben sie den Salat. Die rückständigen Hamburger wollen sich durch die grünen Bildungsrevolutionäre einfach nicht vom bösen selektiven Schulsystem befreien lassen. Sie haben nicht mit geballter Faust auf die DDR-Einheitsschule und die Zerschlagung des bürgerlich-reaktionär-elitistischen Gymnasiums gewartet, dem nach Amputation zweier Schuljahre die Basis wegbrechen würde. Und sie wollen einfach ihr Elternrecht nicht hergeben, selbst für ihre Kinder die nach ihrem Urteil beste Schule zu wählen. Hamburg droht Propaganda-Sturmflut Was tun? Eine Gegeninitiative „Pro Schulreform“ hat man schon gründen lassen. Vor einem möglichen Volksentscheid wird man mit Sicherheit noch mal eine ordentliche Propaganda-Sturmflut über die Hansestadt laufen lassen. Bürgermeister Ole von Beust, der die Wähler seiner CDU eiskalt an die Linksdogmatiker verraten und verkauft hat, pfeift schon tapfer im Walde und sieht der Abstimmung „frohen Mutes“ entgegen. Nein, den Hamburger Grünen geht es gerade wirklich nicht gut. Aber das Mitleid hält sich in engen Grenzen. Michael Paulwitz , freier Journalist und Redakteur. Geboren 1965 in Eichstätt, studierte Geschichte, Latein und Slavistik in München und Oxford. Inhaber eines Büros für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit in Stuttgart. Ständiger JF-Autor seit 2001. Verheiratet, Vater von zwei Kindern.
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| Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 11. Februar 2010 um 21:44 Uhr |