| Gericht hängt Kreuze ab |
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In den neuen Sälen von Amts- und Landgericht am Oberbilker Markt sollen keine christlichen Symbole mehr hängen. Sie wurden im Gebäude in der Altstadt bereits entfernt. Vertreter der Kirchen und die deutsche Zentrumspartei sind entsetzt und in Sorge. Alle Kreuze lagern nun in einem Raum des Gerichts, ihr Verbleib ist ungewiß. Fest steht nur: Die Kreuze sollen im neuen Gebäude am Oberbilker Markt nicht mehr aufgehängt werden. Das haben die Präsidenten der Gerichte entschieden. Heiner Blaesing, Präsident am Landgericht Düsseldorf, nennt dafür mehrere Gründe. Unter anderem beruft er sich auf das so genannte unsägliche Kruzifix-Urteil, welches verlangt, dass Kreuze abgehängt werden müssen, wenn sich beispielsweise Schüler in einem Klassenraum daran stoßen. Vor allem aber verweist Blaesing auf Erfahrungen der vergangenen Jahre. „Es kam vor, dass sich im Schwurgerichtssaal ein Angeklagter beschwert hat. Dann mußten wir das Kreuz abhängen, und das war nicht der einzige Fall.“ Berichtet er. Seiner Meinung nach störe das Hin und Her von Abhängen und Aufhängen mehr das Ansehen des Symbols als der komplette Verzicht. Unser Grundgesetz beginnt mit den Worten: „Im Bewußtsein seiner Verantwortung vor Gott und den Menschen, …“ Es ist beschämend, wenn selbst deutsche Gerichte, die dem Grundgesetz verpflichtet sind unsere christlich-abendländische Tradition verleugnen, obwohl wir noch eine christliche Mehrheitsgesellschaft sind. Dieses müssen wir auch selbstbewußt zum Ausdruck bringen, wenn wir unsere Traditionen und Werte die in Jahrhunderten aufgebaut wurden, erhalten wollen. Die Richter der Bundesrepublik Deutschland waren es, die die Kreuze wieder in den Gerichtssälen aufgehängt haben. Während des Nationalsozialismus waren die Kreuze aus vielen Gerichstsälen verbannt worden. Der Düsseldorfer Kirchenhistoriker Ulrich Brzosa äußerte dazu „Leider ist die Geschichte viel zu wenig erforscht“, er hat jedoch Belege darüber gefunden, dass die Kreuze in Düsseldorf 1949 aus dem Justizetat angeschafft wurden. Somit zeigt sich, dass auch bei Gericht nicht mehr die gesunde Geisteshaltung innewohnt, die das „deutsche Wirtschaftswunder“ ermöglicht hat.
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| Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 18. Februar 2010 um 10:12 Uhr |