Dutzende Christen des Landes verwiesen

Seit dem letzten Wochenende werden ausländische Christen durch eine Verfolgungswelle aus mehreren Städten Marokkos des Landes verwiesen. Am meisten schockiert dabei die Ausweisung der Verantwortlichen eines Waisenhauses, das rund 100 km von der Stadt Fez entfernt liegt. Mehrere Ehepaare hatten sich für die Waisenkinder eingesetzt und wollten diese bis zum Erwachsenwerden begleiten. Sie liebten diese Kinder wie ihre eigenen. Die 16 Christen, die im Waisenhaus von Ail Leuh (Foto) arbeiteten, welches richtigerweise «Dorf der Hoffnung» genannt wird, wurden wegen Proselytismus angeklagt und am letzten Montag und Dienstag des Landes verwiesen. Die 33 Kinder, die bei den Familien im Waisenhaus ein neues Zuhause gefunden hatten, wurden nun zum zweiten Mal verlassen.

Die Ausweisungen erfolgten, obwohl das «Dorf der Hoffnung» seit Beginn vor 10 Jahren mit der Einwilligung der marokkanischen Regierung arbeitete und nun auch eine Anerkennung als soziale Institution beantragt hatte.