Drei Bundeswehrsoldaten in Afghanistan getötet

Wie das Einsatzführungskommando in Potsdam bestätigt, sind heute bei Gefechten im nordafghanischen Kundus drei deutsche Soldaten getötet worden, fünf weitere wurden schwer verletzt, als sie von aufständischen Taliban aus einem Hinterhalt mit Panzerfäusten beschossen wurden. Die Kämpfe begannen heute Vormittag und dauern immer noch an. Anwohner berichteten von zahlreichen zerstörten Häusern, Hubschraubern im Einsatz und schwerem Gewehrfeuer.

Die Zeit berichtet:

“Wir haben ein schweres Gefecht dort”, sagte ein Sprecher des Einsatzführungskommandos. Die Soldaten würden von Aufständischen unter anderem mit Panzerfäusten beschossen. …

Char Darah gilt als gefährlichster der sechs Distrikte in der nordafghanischen Provinz Kundus. …

Im Norden Afghanistan sind derzeit etwa 4300 deutsche Soldaten stationiert. Bisher sind beim Einsatz in Afghanistan 36 Soldaten der Bundeswehr gefallen. Der jüngste Vorfall ist der erste tödliche Zwischenfall für die deutschen Einsatzkräfte in diesem Jahr.

Bestimmt wird es bereits heute Abend wieder die ersten Politiker geben, die statt die gefallenen Soldaten zu betrauern und ihren Familien beizustehen behaupten werden, die Bundeswehr wäre bei den Verhandlungen mit den moderaten Taliban und ihren Panzerfäusen nicht sensibel genug vorgegangen.