175.000 Christen werden jährlich ermordet

175.000 Christen werden jährlich ermordet

Das Christentum ist in der Gegenwart die Religion, die am stärksten verfolgt wird. 80 Prozent der Menschen, die wegen ihres Glaubens verfolgt werden, sind Christen. Das Hilfswerk „Open Doors“ gibt an, dass weltweit etwa 200 Millionen Christen wegen ihres Glaubens verfolgt, bedroht, überfallen, verschleppt, verletzt, enteignet, vergewaltigt, vertrieben, zwangsverheiratet, inhaftiert, zur Zwangsarbeit verurteilt, gefoltert und ermordet werden. Derzeit ist Nordkorea das Land mit der stärksten Christenverfolgung, gefolgt von Saudi-Arabien, Iran und Afghanistan (Stand Januar 2009).


In kaum einer Zeit wurden die Christen so stark verfolgt wie in der Gegenwart. Nach Quellen der „Evangelischen Allianz“ wird alle drei Minuten ein Christ wegen seines Glaubens hingerichtet, überwiegend in islamischen Ländern. Antonius Leitner von „Christian Solidarity International“ (CSI) geht von weltweit 175.000 Christen aus, die jedes Jahr wegen ihrer Religion ermordet oder zu Tode gefoltert werden. Jeder zehnte Christ ist nach Angaben der „Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte“ (IGFM) Opfer von Diskriminierung und Gewalt. Derzeit vollendet sich offenbar ein Prozess, der schon Jahrhunderte dauert: die Ausrottung des Christentums in der islamischen Welt. Geht all das so weiter, wird es noch in diesem Jahrhundert im Orient, dort wo Christus einst wandelte, so gut wie keine Christen mehr geben.

Open Doors hat in seinem
Weltverfolgungsindex eine Rangliste von 50 Staaten erfasst, in denen Christenverfolgungen geschehen. Das Fazit dieser weltumspannenden Studie ist erschreckend und aufschlussreich zugleich.: In 7 der 10 Länder mit der schärfsten Christenverfolgung sowie in 38 der 50 erfassten Länder herrscht der Islam. In weiteren 7 Ländern herrscht eine überwiegend kommunistische totalitäre Struktur.

Die Christenverfolgung in der Türkei hat eine lange Tradition

Selbst in der laizistischen Türkei, in der die Trennung von Staat und Religion erfolgt, kommt es in den letzten Jahren durch islamische Fundamentalisten wieder verstärkt zu gewaltsamen Übergriffen auf christliche Priester, Nonnen und Missionare. Diese Ereignisse erinnern an den Völkermord, der zwischen 1915 und 1918 an 1,5 Millionen armenischen und 750.000 assyrischen Christen im Osmanischen Reich, aus dem 1923 die Türkei hervorging, durchgeführt wurde. Zwei Drittel der getöteten männlichen Armenier wurden in 30 „Schlachthäusern“ enthauptet. Tausende armenische Frauen und Kindern dagegen wurden in muslimische Familien gebracht, wo sie zwangsislamisiert und als Muslime erzogen wurden. Wer den Völkermord jedoch in der Türkei erwähnt, riskiert bis heute eine Freiheitsstrafe. Auch im Ausland unternimmt die Türkei viel, um Menschen, die über den Völkermord an den christlichen Armeniern in der Türkei berichten wollen, mundtot zu machen.

Von den einst 250.000 griechisch-orthodoxen Christen in Istanbul sind knapp 2.000 übriggeblieben, von mehr als 2 Millionen christlichen Armeniern in osmanischer Zeit leben noch ganze 70.000 in der Türkei. Vergessen ist der zeitgleich (1915-1917) mit dem Genozid an den Armeniern stattgefundene Völkermord an über 500.000 christlichen Aramäern im damaligen Osmanischen Reich. Die Leidensgeschichte der aramäischen Christen ist weitgehend unbekannt. Der osmanisch-türkische Massenmord an über 500.000 christlichen Aramäern im Ersten Weltkrieg ist bisher von keinem einzigen Staat offiziell verurteilt worden.

Viele der Aramäer sind ins Ausland geflüchtet. Sie sehen Aufgrund von Verfolgung, Diskriminierung und Anschlägen keine Zukunft mehr in der Türkei. Heute leben nur noch etwa zwei- bis dreitausend aramäische Christen in der Türkei. Ohne Unterstützung einer breiten Öffentlichkeit im Ausland können die aramäischen Christen in der Türkei nicht überleben. In einigen Jahrzehnten werden wohl nur noch die Geschichtsbücher über das einst blühende Leben der aramäischen Christen in der Türkei berichten. Heute ist der Islamunterricht an der aramäischen Schulen für die wenigen übriggebliebenenen aramäischen Christen Pflicht.

Immer häufiger schlägt den Christen in der Türkei von islamistischer oder nationalistischer Seite offener Hass entgegen. Die Ermordung der Bibel-Verlag-Mitarbeiter in der Stadt Malatya steht für eine ganze Reihe von Übergriffen. Im Südosten der Türkei werden die Weinberge syrisch-orthodoxer Christen angezündet. Auch heute noch sind in der Türkei, die um die Aufnahme in die europäische Gemeinschaft kämpft, christliche Kirchen rechtlich nicht anerkannt. Sie dürfen also kein Eigentum erwerben. Christen dürfen keine Immobilien, keine Bankkonten und keine religiösen Schulen besitzen. Sie dürfen auch keine Priester ausbilden. Den in der Türkei lebenden Priestern ist es nicht erlaubt, ihre Priesterkleidung in der Öffentlichkeit zu tragen und Prozessionen abzuhalten. Und immer wieder wird christliches Eigentum entschädigungslos enteignet.


In der Türkei, das einst ein christliches Land war, leben heute nur noch etwa 100.000 Christen, das entspricht 0,15 Prozent der Bevölkerung. Trotzdem bezeichnete der türkische Religionsminister Ali Bardakoglu unlängst den Übertritt von 368 Muslimen zum Christentum, als den Versuch, die Türkei zu zerstören.


Die Christenverfolgung in Saudi-Arabien, Indonesien, Irak und Pakistan

In Saudi-Arabien, dass mit seinen Ölmilliarden weltweit islamische Fundamentalisten unterstützt und den Moscheebau auf der ganzen Welt finanziert, ist selbst die private Ausübung der christlichen Religion verboten. Dort trauen sich die Christen nicht einmal, in den eigenen vier Wänden zu beten.


Im vergleichsweise „liberalen“ Indonesien wurden in den vergangenen Jahren mehrere tausend christliche Kirchen vom islamischen Fanatikern in Brand gesteckt und christliche Dörfer von Muslim-Milizen terrorisiert und niedergebrannt. Muslime überfallen christliche Dörfer, um sich an den Christen zu bereichern und das Land zu islamisieren. Betroffen ist davon in erster Linie die Inselgruppe der Süd-Molukken (siehe: Bild), die überwiegend von christlichen Alfuren bewohnt wird. 1950 proklamierte der christliche Teil der Bevölkerung in den Süd-Molukken die unabhängige Republik Maluku.


Seit Anfang 1999 tobt auf den Inseln der Süd-Molukken ein brutaler Bürgerkrieg zwischen Muslimen und Christen, der bereits mehr als 4.000 Todesopfer gefordert hat. Zehntausende der radikal-islamischen Miliz „Laskar Jihad“ (Jihad = Heiliger Krieg), die sich das Ziel gesetzt hat, das Christentum auf den Süd-Molukken auszulöschen, kamen vorwiegend aus Java und griffen seither mehrere christliche Siedlungen an, ermordeten die Bewohner und brannten die Kirchen nieder. Es kam auf fast allen Inseln der Süd-Mulukken zu Pogromen, Massakern und Vertreibungen der christlichen Bewohner. Die indonesischen Sicherheitskräfte scheinen nicht willens, die Eskalation der Gewalt zu stoppen.

Ebenso schlimm ist die Situation der chaldäischen, armenischen und assyrischen Christen im Irak. Die chaldäischen, armenischen und assyrischen Christen, die neben den Sumerern und den Babyloniern die eigentlichen Ureinwohner des biblischen Zweistromlandes zwischen Euphrat und Tigris sind, die in ihren Gottesdiensten noch aramäisch, die Muttersprache Jesus sprechen, befinden sich heute größtenteils auf der Flucht. Ihnen wird von islamischen Extremisten unterstellt, mit den „christlichen“ Amerikanern zusammenzuarbeiten. Der Terror gegen die christlichen Minderheiten ist im Irak an der Tagesordnung. Auch im Irak werden, wie in vielen muslimischen Staaten, christliche Kirchen niedergebrannt. An der Zufahrtsstraße nach Basra stehen Schilder mit der Aufschrift „Basra ist christenfrei“. Es wird wohl nicht mehr lange dauern, bis auch die letzten christlichen Gemeinden verschwunden sind, während im christlichen Europa eine Moschee nach der anderen gebaut wird.

In Pakistan sind die Christen weitgehend rechtlos. In vielen Geschäften werden sie nicht bedient. Zusätzlich schikaniert man sie immer häufiger mit lächerlichen Blasphemie-Verfahren (Gotteslästerung) und wirft sie ins Gefängnis. Terroristischer Übergriffe gegen Christen sind dort an der Tagesordnung.

Besonders erschreckend ist die Situation junger Mädchen und Frauen in Pakistan. Wenn sie sich nicht den Vorstellungen der islamischen Moral unterwerfen, werden sie als Freiwild betrachtet. So wurde vor einiger Zeit die Tochter eines Missionarsehepaares zusammen mit ihren Eltern von muslimischen Extremisten entführt und dann von ihren Peinigern vergewaltigt und zu Tode gefoltert, weil sie sich weigerte ihren christlichen Glauben zu verleugnen und zum Islam überzutreten. Weit verbreitet ist auch die Verschleppung junger Christinnen, um sie anschließend zur Heirat mit Muslimen zu zwingen. Sind sie erst einmal Musliminnen, dann können sie nicht mehr zum Christentum konvertieren, weil die Abkehr vom Islam mit dem Tode bestraft wird. Dies ist aber nicht nur in Pakistan üblich, sondern wird in vielen anderen islamischen Ländern praktiziert.


Aber nicht nur die Mädchen und jungen Frauen in den islamischen Ländern sind von der Gewalt islamischer Fundamentalisten bedroht, sondern auch in Europa werden junge Muslime zunehmend durch radikale Islamisten zur Gewalt gegen junge Frauen ermuntert, die sich nicht an die muslischen Kleidervorschrifren halten. So kommt es in vielen französichen Vororten tausendfach zu Massenvergewaltigungen junger Frauen. (siehe: hier) Auch in Schweden kommt es durch arabische Migranten immer wieder zu Massenvergewaltigungen junger Schwedinnen.

Kreuzigung christlicher Kinder


Gelegentlich werden Christen auch von fanatischen Moslems gekreuzigt. Im Sudan ist ein verschlepptes und versklavtes christliches Kind von seinem moslemischen Herr gekreuzigt worden, weil er sich still und heimlich in einen Gottesdienst schlich. (Über die Entführung und Versklavung sudanesischer Kinder kann man sich hier informieren.) Zum Glück überlebte das Kind. Die Kreuzigung geht übrigens auf den Koran zurück. Die Koransure 5,33 lautet: „Der Lohn derer, die gegen Allah und seinen Gesandten Krieg führen und auf Unheil bedacht sind, soll darin bestehen, daß sie umgebracht oder gekreuzigt werden, oder daß ihnen wechselweise (rechts und links) Hand und Fuß abgehauen wird, oder daß sie des Landes verwiesen werden.“

Hamas für die Kreuzigung von Christen

Die christliche Menschenrechtsorganisation CSI (Christian Solidarity International) berichtete am 16. Januar 2009 davon, dass auch die palästinensiche Terrororganisation Hamas sich für die Anwendung des islamischen Rechts, der Scharia, einschließlich der Kreuzigung für Christen, entschieden hat. Nun kommt neben der Auspeitschung, der Inhaftierung, der Amputation der Gliedmaßen und der Steinigung, also noch die Kreuzigung hinzu. Als palästinensische Wähler 2006 die Hamas wählten, erklärte deren Sprecher: „Der Koran ist unsere Verfassung, Mohammed ist unser Prophet, der Jihad (der heilige Krieg) ist unser Weg, und als Märtyrer für Allah zu sterben ist unser größter Wunsch.“

Ist auch Europa demnächst von der Christenverfolgung bedroht?

Man ist erschüttert über die Gnadenlosigkeit, mit der weltweit die Christenverfolgung betrieben wird. Ausser den hier genannten Beispielen, gibt es noch in vielen weiteren Ländern Christenverfolgung. Angesichts der zunehmenden Islamisierung Europas und der Tatsache, dass die Muslime in einigen Jahrzehnten vielleicht die Mehrheit der Bevökerung in Europa stellen (siehe:
Ist Europa bald muslimisch?), stellt man sich besorgt die Frage, ob die Christenverfolgung sich eines Tages ebenfalls in Europa fortsetzen könnte?

Zum Schluss eine Anmerkung aus dem Kommentar der FAZ (Frankfurter Allgemeine Zeitung): „Im Westen schwärmen Gebildete von den kulturellen Hochzeiten des Islams, Schüler erfahren, der Islam habe uns das Wissen der alten Griechen vermittelt. Doch die Vermittler waren die Christen des Ostens, die diese Texte bewahrt und übersetzt haben, auch ins Arabische. Ihre Gelehrsamkeit half ihnen, zu überleben, freilich zumeist nur als Angehörige einer gedemütigten und ausgepressten Minderheit. Im 19. Jahrhundert durften ägyptische Kopten immerhin Pferde benutzen, aber nur wenn sie rückwärts aufsaßen, mit dem Gesicht nach hinten.“