Ministerpräsident Christian Wulff soll Bundespräsident werden

Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) soll von der schwarz-gelben Koalition ins Schloß Bellevue geschickt werden. Dies berichtet die Bild-Zeitung am Donnerstag. 

Wie das Blatt unter Berufung auf „Unions-Kreise“ schreibt, hat sich Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) auf ihren stellvertretenden Parteivorsitzenden festgelegt.

Wulff hatte zuletzt für Schlagzeilen gesorgt, in dem er die türkisch-islamische Aygül Özkan als Sozialministerin in sein Kabinett berief. Nicht ohne zuvor zu fordern, dass die CDU gegenüber dem Islam Tür und Tor öffnen soll.

Im November 2008 war Wulff in die Kritik geraten, weil er in der Fernsehsendung „Studio Friedman“ im Zusammenhang mit der damaligen Debatte über Managergehälter in Deutschland von einer „Pogromstimmung“ gesprochen hatte. 

Im April 2009 hatte er zudem, aus medienpolitischen Kalkül und ohne die Dinge zu hinterfragen, Eva Herman eine „dümmliche Verklärung des Nationalsozialismus“ vorgeworfen.

Einen selbstbewußten und autarken Bundespräsidenten kann die Bundesregierung nun wirklich nicht gebrauchen, da sie ansonsten Gefahr laufen die desaströsen wirtschaftspolitischen Entscheidungen wie die Griechenlandbeihilfen und den folgenden Staaten durchgewunken zu bekommen.

Einer der ersten Gratulanten wird dann wahrscheinlich auch Herr Ministerpräsident Erdogan sein, der nun berechtigte Hoffnung hat, dass die Türkei in die EU aufgenommen wird.

Der Nachfolger Horst Köhlers als Bundespräsident wird am 30. Juni gewählt. Das gab Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) am Dienstag bekannt. Demnach soll an jenem Tag die Bundesversammlung im Reichstag zusammenkommen, um ein neues Staatsoberhaupt zu wählen.