Berlin: Bestattung ohne Sarg

Berlin möchte aus “interkulturellen” Gründen künftig eine Bestattung nur im Leintuch erlauben. Kein Sargzwang für Moslems. Die Sonderregelung ist nötig, damit Moslems ihre „unterschiedlichen Traditionen und Unterschiede” auch leben können. Natürlich wird das Vorhaben von auslandsgesteuerten Moslemverbänden wie der DITIB unterstützt.

Andere Moslems schlagen die Hände überm Kopf zusammen und fragen ungläubig, ob wir noch im Mittelalter leben.
So schreibt die Morgenpost:

Kritik kommt aber auch aus den Reihen der Muslime. So ist Volkan Coskun, der Direktor der islamischen Abteilung des größten deutschen Bestattungsunternehmens Ahorn-Grieneisen, entschieden gegen eine Bestattung nur im Tuch. Er bezieht sich auf ein islamisches Rechtsgutachten aus dem Jahr 1985, das gläubigen Muslimen die Bestattung auch in einfachen Särgen erlaubt. „Wir sind ja nicht im Mittelalter“, sagt der Alevit. 300 islamische Beerdigungen – ausschließlich im Sarg – zähle sein Institut deutschlandweit jährlich. Für Bestattungen im Tuch habe es bislang „keine einzige Anfrage“ gegeben.

Berlin sei ein Einwanderungsland, wo Menschen mit unterschiedlichen Religionen lebten, begründet die Sprecherin der Senatssozialverwaltung Karin Rietz das Vorhaben. Diese unterschiedlichen Traditionen müssten respektiert werden und Unterschiede auch gelebt werden können.

 

Nur in ein Leinentuch gehüllt, soll ein Toter möglichst noch am Sterbetag beigesetzt werden. So sieht es die islamische Tradition vor. Doch das ist in Berlin bislang nicht möglich. Denn laut Gesetz ist ein Sarg notwendig, und es muss eine 48-Stunden-Frist eingalten werden.

 

 

Unterstützt wird der Vorstoß von der Türkisch-Islamischen Union der Anstalt für Religion (Ditib), die in der geplanten Gesetzesänderung „einen weiteren Schritt der Akzeptanz der muslimischen Bedürfnisse“ sieht. „Die Beerdigung ohne Sarg gehört zu den notwendigen religiösen Riten“, sagt Ditib-Sprecher Bekir Alboga.

Und was notwendig ist und was nicht in religiösen Entscheidungen entscheidet bei uns die DITIB und nicht mehr christlich geprägte Verbände und Volksvertreter. Es kann nur noch darauf gewartet werden, dass Verbrennungen mit der lebenden Familie des Toten nach altägyptischen Ritus statthaft werden oder Leichenverbrennungen auf treibenden Schiffen wie bei den Nordmannen wieder eingeführt werden.

Zuletzt aktualisiert am Montag, den 23. August 2010 um 19:41 Uhr