|
Dr.Klaus Wieser, Landesverband Hamburg 14.03.2011
Angesichts der schlimmen Ereignisse außerhalb Deutschlands droht ein innenpolitischer Dauerbrenner übertönt zu werden: die Integration der Ausländer in die deutsche Gesellschaft. Bekanntlich müssen neu Zugewanderte bereits jetzt einen Integrationskursus besuchen. Allerdings reicht eine regelmäßige Teilnahme am Unterricht. Das hat in der Praxis dazu geführt, dass sehr viele am Ende des Kursus immer noch nicht einmal ein Pidgin – Deutsch radebrechen und kaum Kenntnisse über Staat und Gesellschaft der Deutschen haben. Da man – anders als Herr Sarrazin - jedem Zuwandernden eine vergleichbare Intelligenz wie uns Deutschen unterstellen darf, dürfte die Ursache für den häufigen Misserfolg besonders beim Erlernen der deutschen Sprache schlichtweg nur Desinteresse und/oder Faulheit sein.
Die Koalitionsfraktionen wollen nun ein in der Menschheitsgeschichte bekanntes pädagogisches Hilfsmittel einsetzen: Um einen bestimmten Erfolg zu befördern, wird eine Belohnung ausgesetzt. Also: Wer sich zu lernen bemüht, bekommt am Ende die Aufenthaltserlaubnis. Wer es nicht tut, bekommt sie eben nicht. Und ebenso klar ist auch, dass der Erfolg durch einen Test überprüft werden muss. Bisher gab und gibt es die Belohnung immer – der Zuwanderer brauchte sich nur für kurze Zeit an einem bestimmten Ort aufzuhalten, wo seine Anwesenheit festgestellt wurde. Kenner der Szene behaupten, dass noch nicht einmal das überall notwendig war und ist. Natürlich wird das von allen direkt oder indirekt damit Befassten bestritten werden – und belastbare Statistiken gibt es sowieso nicht.
Nach dem Willen der Koalitionsfraktionen sollen die neu Zugewanderten so lange nur eine vorübergehende Aufenthaltserlaubnis erhalten, bis sie den Sprachtest in ihrem Integrationskurs bestanden haben. Die Aufenthaltserlaubnis soll auf höchstens ein Jahr befristet sein. Die Befristung kann jeweils verlängert werden, bis der Betroffene den Sprachtest besteht. Natürlich ist es dummes Zeug, wenn die Befristung unbegrenzt häufig verlängert werden kann. Deshalb sollte nach Ansicht der Deutschen Zentrumspartei ein derartiger Sprachtest ohne Begründung einmal wiederholt werden dürfen – und somit auch die Befristung um ein weiteres Jahr verlängert werden. Eine zweite Wiederholung sollte nur dann möglich sein, wenn der Bewerber nachweist, dass aus nicht in seiner Person liegenden Gründen der Sprachtest nicht bestanden wurde. Ferner sollte in besonderen Härtefällen diese zweite Wiederholung möglich sein. Sollte die Prüfung dann nicht bestanden werden, müsste der Betroffene Deutschland verlassen. Diese Regelungen orientieren sich an den allgemeinen Prinzipien wie sie bei Abschlussprüfungen gelten: in der Berufsausbildung, an Universitäten, für den Staatsdienst usw.
Dass die linken Gutmenschen angesichts der geplanten Einführung dieses pädagogischen Hilfsmittels wieder auf die Palme geklettert sind, versteht sich von selbst. Ihre Begründungen sind mehr als hanebüchen. Der sonst einigermaßen seriöse Sprecher der SPD Fraktion, Dieter Wiefelspütz, und der rheinland - pfälzische Ministerpräsident mit der gleichen Parteifarbe, Kurt Beck, sowie Grünen-Chef Cem Özdemir sprachen von repressiven Ansatz, von Drohgebärden oder unsinnigen Sanktionsmechanismus usw. Lassen wir es dabei, denn letztlich sind diese Opposition und ihre Hilfstruppen immer dagegen, was in der Ausländerfrage von der Regierung kommt – auch dann, wenn es sehr vernünftig ist.
Vielleicht will man aber nur die praktische Integration sabotieren, weil diese linken Gutmenschen immer noch der Idee von "Multikulti Tralala" anhängen. Vielleicht, liebe Leser, haben Sie ein Idee, was in deren Köpfen vor sich geht?! Lassen Sie uns das wissen!
|