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Dr.Klaus Wieser, Landesverband Hamburg 06.01.2011
Das hat es in der letzten Zeit nicht mehr gegeben, dass uns die kreativen Produzenten der Nahrungsmittelindustrie und besonders ihre Zulieferer mit neuen Produkten aus ihrer Chemieküche beglückten. ( Oder wir wissen es nicht!! ) Umso mehr gibt es Grund, uns ihrer neuesten Schöpfung zuzuwenden.
Es entbehrt nicht einer gewissen Verwunderung, auf welche Ideen unsere hochwohllöbliche Unternehmer kommen, um einerseits die Beschaffungskosten für ihre Vorprodukte für das gemeine Hühnerei und für vergleichsweise andere einfachen Produkte des Primären Sektors unserer Wirtschaft ( primitivökonomisch auch "Urerzeugung" genannt ) zu minimieren. Bereits gebrauchte Öle und Fette – so die Information vom Hörensagen – sollen hier eine sinnvolle Verwendung gefunden haben, anstelle diese Stoffe entweder kostenträchtig zu entsorgen oder sie einer anderen, weniger ertrags- und gewinnträchtigen Verwendung zuzuführen. Das Ausmaß dieser betriebswirtschaftlich sicher sehr erfolgreichen Innovation ist zur Zeit ( 06.01.2011) zwar noch nicht ganz bekannt,, dürfte aber weit über den durch Tagestouren von Uetersen aus üblicherweise beschickten Bereichs liegen. Sogar die Bayern wurden angeblich beglückt. Zur Zeit ist auch nicht bekannt, ob und inwieweit sich andere Unternehmen dieser Initiative des Uetersen`schen Mischbetriebes für Futtermittel angeschlossen haben oder sogar eigene Initiativen entwickelt haben. Dass diese Aktivitäten über die lautstark geäußerten Ablehnung der unbeteiligten Konkurrenz hinaus nirgendwo auf ungetrübte Zustimmung stößt, kann etwas verwundern. Das gilt umso mehr, weil man doch weiß, wie sonst die Partei, die sich gelb als Parteifarbe gewählt hat, derartige Initiativen zu schätzen weiß.
Natürlich ist die Aromatisierung der Hühnereier so dezent, dass man das als Verbraucher nicht schmeckt. Das war auch damals nicht festzustellen, als seinerzeit kreative Futtermittelproduzenten für die Rindviecher getrocknete und gemahlenen Leichenteile ihrer Artgenossen in ihre Produkte mischten, natürlich völlig legal. Die Bauern haben das alles in die Fresströge ihrer normalerweise pflanzenfressenden Rinder geschüttet. Diese haben sich selbstverständlich das leckere – kannibalische - Fressen schmecken lassen. Zu dumm, dass es danach zu einigen unschönen Vorfällen kam, nachdem aus den Rindviechern Steaks geworden waren, so dass am Ende sogar von einer BSE – Seuche gesprochen wurde. Dagegen ist bei größeren Mengen und bei längerem Genuss dieses Dioxin – Aromas eine Wirkung zu erzielen, die man am besten als "sozialversicherungsbegünstigendes Frühableben" bezeichnen kann.
Allerdings wurden die Verdienste des Uetersen´schen Produzenten, seiner möglichen Mithelfer und gegebenenfalls auch anderer genau so kreativen Wettbewerber am Markt nicht hinreichend gewürdigt, weil diese heute noch nicht bekannt sind.
Die Deutsche Zentrumspartei hat – aus der Sicht dieser "kreativen Unternehmer" bedauerlichweise – eine ganz andere Meinung über diese "Innovationen" und fordert harte Strafen für die Futtermittelpanscher, Schadenersatz für die Geschädigten sowie weitergehende Regelungen gegen eine Wiederholung derartiger "Aromatisierungen" von Futtermitteln.
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