War 2010 ein gutes Jahr für die politisch korrekten Gutmenschen ?


Dr. Klaus Wieser, Landesverband Hamburg                04.01.2011


Ende eines Jahres bzw. zu Beginn des Folgejahres ist es üblich, Bilanz über die vergangenen zwölf Monaten zu ziehen. Da uns das Schicksal der politisch korrekten Gutmenschen besonders am Herzen liegt, soll das jetzt und hier aus deren Perspektive geschehen:

Und dann gibt es gleich für diese einen schönen Erfolg zu bejubeln, nämlich die Wiederbelebung des lieb gewonnenen Rituals gewaltgeprägter Proteste gegen die Kernkraft – hier unter besonderer Berücksichtigung des Zwischenlagers in Gorleben. Die letzte Störungsaktion gegen den Castortransport erwies sich nicht nur aus logistischer Perspektive als gut gelungen, sie hatte auch für die ihnen nahestehenden Grünen den Vorteil, dass sie sich wieder in die Protestgemeinde einreihen durften, nachdem sie als Verräter gegolten hatten. Hatten sie doch während der Zeit ihrer politischen Verantwortung für diesen Politikbereich gegen die Störung der Castortransporte gewettert - unter Hinweis auf die veränderte atomare Großwetterlage, wie sie nach der vereinbarten Laufzeitverlängerung der Bundesregierung unter Assistenz der Atomlobby entstanden war, wurde ihnen der 180 Grad – Schwenk verziehen und sie durften sich wieder in die Gunst der ehrlich Betroffenen sowie der Berufsprotestler von Gorleben einschleimen.

Im Fall der menschengemachte "Klimakatastrophe" mit den beliebigen Horrorszenarien zur Überhitzung der Erde mit der Schmelze des Eises, der Überflutung großer Teile der Erde usw. ist das Fazit für 2010 eher durchmischt bis negativ. Das ist nicht nur auf den kältesten Dezember in Europa seit den letzten 40 Jahren und nicht nur auf das dürftige Ergebnis der Klimakonferenz in Cancun zurück zu führen. Deren Hauptergebnis war – seien wir ehrlich - die Forderung der Machthaber bestimmter "Entwicklungsländer" nach mehr finanzieller Unterstützung, also einem Ablass, durch die entwickelten Länder für den angeblich ihnen zugefügten Schaden aufgrund der Industrialisierung und den höheren CO 2 – Ausstoß pro Einwohner in diesen Ländern.
Allerdings gibt es zunehmend ernst zu nehmenden Zweifel vieler Wissenschaftler an der gegenwärtig marktgängigen Theorie von der alleinigen Ursache des behaupteten Klimawandels.
Zunächst wird plausibel der Klimawandel an sich bestritten, da über Jahrtausende derartige Klimaschwankungen wie wir sie jetzt (angeblich) erleben, als Normalfall gelten. Und dann dürfte jedem denkenden Menschen als merkwürdig auffallen, dass alle anderen Ursachen für diese unterstellten Klimaschwankungen als irrelevant abgetan werden und dass dafür nur der CO 2 gegebenenfalls auch der Methangasausstoß als Ursache gelten. Die Sonnenfleckentheorie als Ursache für den unterstellten Klimawandel wird nicht nur abgetan sondern auch aktiv bekämpft. Und das obgleich die Verminderung der Sonnenfleckenaktivität zeitlich mit der gegenwärtigen Verschärfung der Winter in Europa übereinstimmt.
Wenn wirklich die Freisetzung von C0 2 die alleinige Ursache für die Aufwärmung der Atmosphäre und für den Klimawechsel gegenwärtig und auch in der Vergangenheit gewesen ist, müssten die Neandertaler mit ihren Lagerfeuern das Ende der letzten Eiszeit bewirkt haben.
Der aufgedeckte E-Mail – Wechsel im Jahre 2010 zwischen den vehementesten Vertretern der CO 2 – Theorie könnte auf einen wissenschaftlichen Betrug hindeuten, mindestens aber auf eine unseriöse Übertreibung.
Diese Leute haben ja auch viel zu verlieren, falls sich herausstellen würde, dass ihre Theorie nicht oder wenigstens so nicht stimmt: Ihr große Bedeutung in der Öffentlichkeit und in der Politik, die vielen schönen Planstellen an Universitäten und Forschungseinrichtungen, die großen anderweitigen Zuwendungen aus Staatsmitteln und von privater Seite usw.
Karl Popper hat uns gelehrt, einigermaßen plausibel abgesicherte wissenschaftliche Hypothesen zunächst einmal als vorläufig gültig anzusehen und alles daran zu setzen, sie zu falsifizieren. Erst die Hypothesen, die diesen Prozess endgültig überstehen, sind als wissenschaftliche Wahrheit anzusehen, allerdings nur vorläufig. Genau das Gegenteil scheint gegenwärtig bei diesem Problem der Fall zu sein.

Die Erkenntnis, dass gegen diese erkenntnis- und wissenschaftlichen Grundaxiome verstoßen wurde und wird, ist im Jahr 2010 gewachsen.
Insofern war 2010 kein gutes Jahr für die Klimahysteriker.

Für die Abteilung Multi–Kulti-Trallalla der politisch korrekten Gutmenschen muss das Jahr 2010 als Desaster angesehen werden.
Das waren nicht nur die Bücher von Kirsten Heisig, "Das Ende der Geduld", und von Thilo Sarrazin, "Deutschland schafft sich ab", sondern der weltweite islamistische Terror und das um sich greifende Gefühl der akuten Bedrohung – und zwar auch dort, wo man ( wie in den skandinavischen Staaten ) bisher glaubte, davon nicht betroffen zu sein. Die aktuelle Bedrohung der unter uns lebenden kleinen koptischen Gemeinde (Neujahrsnacht 2011 und kurz danach) und die weltweite Christenverfolgung besonders in den islamischen Staaten führte auch bei vielen Multikulti- Fans zum Nachdenken – mit Ausnahme einiger besonders tumber Exemplare.
Mit dem Freitod von Kirsten Heisig dürfte für die politisch korrekten "Multi-Kulti-Trallalla – Gutmenschen auch keine Entlastung in Sicht sein, denn Kollegen anderenorts ( beispielsweise Jugendrichter Andreas Müller in Bernau ) verteidigen ihr Erbe, Thilo Sarrazin wird sich nicht mundtot machen lassen und die vielen aufgewachten Bürger lassen sich so schnell nicht wieder Sand in die Augen streuen.

Natürlich hat sich auch der wortgewaltige Vorsitzende Kenan Kolat einer besonders "zupackenden" Lobbygruppe, nämlich der türkischen Gemeinde, erneut zu Wort gemeldet und den "Rückschritt" in der öffentlichen Wahrnehmung islamischer Immigranten und die Diskussion über deren geringe Integrationsbereitschaft kritisiert. Natürlich fordert er wieder einmal etwas – nämlich ein Einwanderungsministerium. Er droht auch damit, dass immer mehr Teile der jungen türkischen Elite in die Heimat ihrer Eltern und Großeltern zurückwandern könnten und damit dem deutschen Arbeitsmarkt fehlen würden, obgleich sie auf Kosten der deutschen Steuerzahler ausgebildet wurden. Allerdings hat er sich indirekt selbst aus dieser Gruppe ausgeschlossen, so dass er uns bedauerlicherweise weiter erhalten bleiben wird.
Um die gutwilligen hochqualifizierten Menschen türkischer Herkunft, die in die Türkei zurückwandern, ist es wirklich sehr schade. Aber sie werden wohl zu einem großen Teil zurück kommen – um viele Erfahrungen in einer sich zunehmenden islamisierenden Gesellschaft in der Türkei reicher.

Wir wollen jetzt hier abbrechen, denn das wäre sonst doch zuviel Fürsorge für die politischen korrekten Gutmenschen. Doch wir können das Fazit ziehen, dass dieses Jahr für sie nicht besonders ertragreich war. Die Deutsche Zentrumspartei als sozialkonservative Partei auf christlicher Grundlage kann auch bei übermenschlicher Mühe dieses nicht bedauern. Wir können diesen Gutmenschen nur ein – in diesem Sinne – noch "besseres" neues Jahr 2011 wünschen.

 

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 12. April 2011 um 08:12 Uhr