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Dr. Klaus Wieser, Landesverbvand Hamburg 03.01.2011
"Es ist ein Wunder, dass es noch Christen in Ägypten gibt!" sagte Anba Damian, koptischer Bischof in Deutschland, vor gut einem Jahr anlässlich eines Vortrags im Völkerkundemuseum in Hamburg. Bischof Damian, der mit seiner koptischen Gemeinde ein halb verfallenes ehemaliges Nonnen-Kloster in Brenkhausen bei Höxter gründlich restauriert hat, weiß, wovon er redet. Auch wenn er es nicht ausdrücklich sagte, gab und gibt es Grund genug für die Kopten in Deutschland, sich um ihre Sicherheit zu sorgen.
Es ist tatsächlich ein Wunder, dass es in Ägypten noch Christen gibt, denn schon 640 eroberten die Araber unter dem Kalifen Omar ( 634 – 644 ) dieses älteste christliche Land und islamisierten und arabisierten es mit allen Mitteln. Die ägyptische Christen wurden durch die massive arabische Einwanderung und durch die Islamisierung zur Minderheit im eigenen Land von jetzt etwa 10-15 %. Der neueste Terror gegenüber koptischen Christen in Alexandria in der Neujahrsnacht 2010/2011 ist nur ein Mosaikstein in deren Leidensgeschichte von fast 1.400 Jahren. Das ist vergleichbar mit dem, was den Christen im früher einmal christlichen Nahen Osten überall widerfuhr und noch immer widerfährt.
Wir wissen von den Christen im Irak, die gegenwärtig ihre Heimat fluchtartig verlassen. Und es soll besonders daran erinnert werden, dass das christliche byzantinische Reich von den islamischen Türken, unter der Bezeichnung "Seldschuken" und dann "Osmanen", im Mittelalter überrannt wurde. 1453 wurde die Hauptstadt Konstantinopel erobert und in Istanbul umbenannt. Danach wurde auch dieses Gebiet islamisiert. Das Christentum wurde in der jetzigen Türkei durch den Völkermord an den christlichen Armeniern und Aramäern vor knapp 100 Jahren und durch die Vertreibung der verbliebenen Griechen ( die letzten erst vor 50 Jahren ) endgültig getilgt.
Es ist an der Zeit, dass die christlichen Nationen endlich begreifen, welche Gefahr von dem islamischen Fundamentalismus für die Christen und für die Zivilisation insgesamt ausgeht. Sogar die Skandinavier mussten lernen, dass sie davon nicht verschont bleiben. Überall dort, wo der Islam herrscht, werden Menschen mit einem anderen Glauben unterdrückt, häufig genug werden sie zu Märtyrern. Das gilt besonders für Christen. Keine Religion wird in dieser Welt so verfolgt wie das Christentum.
Und was tun die friedlichen Moslems angesichts der Gräueltaten im Namen des Islams ?
Nicht nur in Alexandria sondern auch in anderen Teilen Ägyptens haben sich einige moslimische Religionsführer mit ihren koptischen Mitbürgern solidarisch erklärt. In Deutschland kann man auch durch angestrengtes Herumhören nicht Vergleichbares erkennen. Soll das etwa heißen, dass viele Moslems in Deutschland eine "klammheimliche Freude" an den Taten jener Terroristen im Namen und angeblich zugunsten "des Islams" empfinden? Natürlich werden viele Moslems gern darauf verweisen, dass sie selbst friedlich seien und dass es eine Zumutung sei, "dauernd" von ihnen eine Distanzierung von diesem Mordpack zu erwarten. Aber sie leben in unserem Land und nehmen gern alle Rechte für sich in Anspruch – und am liebsten noch mehr. Wir würden doch zu gern erfahren, ob und inwieweit sie den islamistischen Terror ablehnen – wenigstens in Form einer angemessenen Manifestation
Wie sich die Lage jetzt darstellt, muss man fürchten, dass es unter den Moslems in Deutschland angesichts des Terrors gegen die koptischen Christen doch so etwas wie ein klammheimliche Freude gibt und dass fromme Moslems auch für unsere Gesellschaft eine potentielle Gefahr darstellen.
Einen derartigen Islam wollen wir nicht. Welcher Islam ist eigentlich hier in Deutschland angekommen ?
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