Kennen Sie wirklich die ganze Geschichte ?

Dr. Klaus Wieser, Landesverband Hamburg, 27.05.2011

Liebe Leser:

 

Natürlich glauben Sie die ganze Geschichte zu kennen, die über den Herrn Dominique Strauss-Kahn durch die Medien verbreitet wurde und wird.
Nämlich, dass dieser reife ( 62 Jahre ), schwergewichtige ( das weiß man zwar nicht genau – aber er liegt der visuellen Wahrnehmung nach wohl über dem Idealgewicht ) bisherige Chef des Internationalen Währungs – Fond ( IWF ) beschuldigt wird, ein Zimmermädchen vergewaltigt zu haben. Die amerikanische Justiz hat sich seiner bemächtigt, ihn in ihrer bekannt rüden Art zunächst inhaftiert und ihm dann unter strengen Auflagen vorübergehend Haftverschonung gewährt. Er ist von seinem Amt zurückgetreten – eine Entscheidung, die unausweichlich war.
Deshalb muss man sich fragen, was hier eigentlich gespielt wird.

 

Hierzu wollen wir uns der für diese Fragen besonders fachmännisch/-fraulichen bunten Presse in Frankreich widmen, die insofern besonders kompetent ist, weil...

  1. Dominique Strauss - Kahn ein Franzose ist und weil

  2. Franzosen in dieser speziellen Frage ohnehin als gut informiert gelten – verglichen mit den meisten anderen Europäern, vielleicht mit Ausnahme der Italiener.

 

Deshalb ergänzen wir Ihre Informationen mit denen aus französischen Quellen. Sie sollen die ganze Geschichte Strauss – Kahn ermessen können.
Zunächst die offizielle Aussage:

1. Das Opfer war eine 32 –jährige, die er belästigt und zum Sex gezwungen hat. Oder versuchte, sie dazu zu zwingen. Sie ist Asylantin aus Guinea... ( Weitere Details gehören hier nicht hin !) Dafür droht Strauss - Kahn ein Sensationsprozess und für einige Anklagepunkte je 25 Jahre Haft.

Und nun folgen die versprochenen Ergänzungen durch französische Presseorgane:

2. Das "Opfer" hat provoziert und gelogen. Sie ist eigentlich eine Französin, die von den französischen Konservativen mit dem Zweck losgeschickt wurde, dem armen Strauss – Kahn eine Falle zu stellen. Denn: Mit diesem Makel einer Vergewaltigung oder eines Vergewaltigungsversuchs ist er als möglicher Gegenkandidat gegen Sarkozy bei der Präsidentenwahl im nächsten Jahr erledigt. Sonst wäre er, der Kandidat der Linken, ganz eindeutig der Favorit in der nächsten Wahl und würde den jetzigen Amtsinhaber auf Platz 2 verdrängen.

3. Das "Opfer" ist Agentin des CIA, die mit der Aufgabe betraut wurde, dem griechenlandfreundlichen Strauss - Kahn eine Falle zu stellen, damit dieser seinen Rettungsversuch zugunsten Griechenlands und für den Euro nicht mehr fortsetzen kann. Der Euro soll beseitigt, die Entwicklung hin zu einem vereinigten Europa gebremst werden, da eine starke EU der Vormacht USA und des Dollars auf Dauer gefährlich werden kann.

4. Das "Opfer" ist eine Agentin der Mossad, also des israelische Geheimdienstes.
( Anmerkung des Autors: Die Mossad ist zwar für jede Verschwörungstheorie gut. Wieso aber soll der Jude Strauss – Kahn ausgerechnet durch den israelischen Geheimdienst zum Stolpern gebracht werden ? Welchen Vorteil hätte Israel, wenn die EU nach dem Konkurs Griechenlands und der Aufgabe des Euros platzte? )
Also: Schon im Ansatz abgelehnt!!

5.  Das "Opfer" ist die Agentin einer überirdischen Macht. Von welchem Stern sie kommt, ist noch nicht klar. Wahrscheinlich ist sie ein verkleidetes grünes Männchen vom Mars. Ziel ist, die Menschen zu verderben und dabei bei einem Europäer anzufangen. Strauss – Kahn hat sich deshalb besonders geeignet, weil er aufgrund seiner Triebhaftigkeit und Neigung zum linken Multikulti - Trallala auch leicht reinzulegen war.
Usw.

 

Wir wollen jetzt hier abbrechen, weil weitere Verschwörungstheorien erst noch in Arbeit sind.

Zur Gesamtbewertung dieses Vorganges taugt zweifellos der Zeigefinger. Wir als Deutsche Zentrumspartei, der sozialkonservativen Partei auf christlicher Grundlage, müssen feststellen, dass die bisher bekannten Vorkommnisse nicht nur kriminell sondern auch ziemlich widerlich sind. Die Würde des Menschen ist unantastbar gemäß Artikel 1 Abs. 1, Satz 1 unseres Grundgesetzes. Das gilt unter allen Umständen und für alle Personen, einschließlich der armen Asylantin aus Afrika. Ein Verstoß dagegen muss harte Konsequenzen haben – für alle. Das gilt auch für einen der mächtigsten Männer der Welt, dem Chef des IWF.

 

Zuletzt aktualisiert am Montag, den 30. Mai 2011 um 12:28 Uhr