Die deutschen Volksvertreter und der deutsche Papst

Herbert Karl, Landesverband Baden – Württemberg, 19.September 2011

Kommenden Donnerstag soll der aus Deutschland stammende Papst, Benedikt XVI. vor den so genannten Volksvertretern im Bundestag eine Rede halten. Wie mehrfach aus den Medien zu entnehmen war, wollen etwa 100 Bundestagsabgeordnete dieser Rede fernbleiben. Angeführt werden diese u.a. durch den Abgeordneten der Grünen, Beck, und ein paar Hinterbänklern verschiedener Fraktionen.
Auch wenn dieses unzumutbare Verhalten dieser sich stockliberal Agierenden auch in den eigenen Reihen auf Unverständnis stieß und weiterhin stoßen wird, kann ein solches Benehmen eines Volksvertreters nicht hingenommen werden: Es zeigt nicht nur mangelnden Anstand und Allgemeinkultur, sondern, was noch schwerwiegender für einen Politiker zählt: Es ist ein Ausdruck von Politikunfähigkeit.

Die Wähler eines derartigen Mandatsträger müssten sich doch fragen, ob dieser angesichts eines solchen Fehlverhaltens noch tragbar ist, und zwar zunächst einmal wegen eines mangelnden Demokratieverständnisses. Da der deutsche Papst auch einen vatikanischen Pass hat, kommt auch noch mangelndes diplomatisches Feingefühl hinzu. Denn, wie würde ein ähnliches Verhalten gegenüber einem ausländischen Gast des Bundestages in der jeweiligen Öffentlichkeit aufgenommen werden?
Darüberhinaus weist das Verhalten der sich so liberal Gebenden, Beck und Co., auch einen anderen Aspekt auf:
Hier wird erneut von den vitalen Problemen der Bundesrepublik, Europas und der Welt abgelenkt und ein weiterer Nebenkriegsschauplatz eröffnet, der letztlich nur dazu dient, den Steuerzahlern und Wählern Sand in die Augen zu streuen. Zudem dient ein solches Scheinproblem allein der Profilierungssucht einiger Kleingeister auf den letzten Plätzen.

Ein solcher "Volksvertreter" kann sich nicht als Repräsentant seiner Wähler sehen und sollte die Konsequenzen ziehen,d.h. sein Mandat abgeben.
Die DEUTSCHE ZENTRUMSPARTEI steht zur Ausübung des freien Mandats; aber dahinter müssten Frauen und Männer mit diplomatischem Format stehen.

Zuletzt aktualisiert am Montag, den 19. September 2011 um 07:46 Uhr