Stuttgart 21 – Nach dem Votum gegen Grün: Winfried gegen Winfried

Herbert Karl, Landesverband Baden – Württemberg, 27.11.2011

Nach den letzten Meldungen (27. November 2011: 22,30 Uhr) ist die Initiative gegen Stuttgart-21 offensichtlich gescheitert: Eine qualifizierte Mehrheit im Südweststaat ist für das Großprojekt.

Hierbei hat sich keiner in der grün-roten Landesregierung so vehement gegen das HB-Projekt eingesetzt wie "Verkehr(t)minischter" Winfried Hermann. Dass bereits heute Rücktrittforderungen gegen ihn laut wurden, ist legitim und liegt in der Natur der Dinge.
Allerdings ist mit solchen Forderungen letztendlich Winfried Kretschmann gemeint: Durch den Rücktritt des zweiten Winfried soll der erste Winfride lädiert werden.

Dieser Art hinterhältiger Politik kann sich die DEUTSCHE ZENTRUMSPARTEI nicht anschließen: Wenn die Liberalen und die Partei mit dem unberechtigten "C" in ihrer Abkürzung halbwegs glaubwürdig sein wollen, müssten sie Neuwahlen fordern.
Dafür sind sie beide aber wegen der angeschlagenen Berliner Koalition viel zu feige. Denn es sieht für eine "Liberal-Union" im Bund und im "Ländle" gar nicht gut aus. Diverse Problemfelder: Griechenland-Debakel – Eurokrise – geschönte Konjunkturdaten – steigende Neuverschuldung – reflektieren bereits im Vorfeld ein gelb-schwarzes Wahldebakel an die Wand.
Der politische Anstand würde von allen im Parlament vertretenen Partei verlangen, geschlossen für Neuwahlen einzutreten.

Die DEUTSCHE ZENTRUMSPARTEI würde gemäß ihrem Motto:
Für Wahrheit – Recht – Freiheit
diesen Schritt begrüßen, nachdem sich die derzeitige Regierungskoalition für das Land als die denkbar schlechteste Variante erwiesen hat.

Erwartungsgemäß wird es aber nicht zu vorgezogenen Wahlen kommen. So wird eben auch im Ländle so wie immer weitergewurstelt.
Vielleicht irgendwann Winfried eins durch Winfried zwei ersetzt.

Zuletzt aktualisiert am Montag, den 28. November 2011 um 09:44 Uhr