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Das Ende der „Dagegen“ - Unkultur ? |
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Dr. Klaus Wieser, Landesverband Hamburg, 30.11.2011
Es war schon bemerkenswert: Im Norden und im Süden der Republik führten in diesen Tagen Protestierer ihr Ritual auf. Der Höhepunkt für die "Stuttgart21" – Protestierer war die Volksabstimmung, von der sie sicher waren, dass sie zu ihren Gunsten ausgehen würde. Sie wurde als ein Ritterschlag betrachtet, durch den sie sich einen Hauch von Legitimation für ihre bisherige Freizeitbeschäftigung besorgt hätten. Dagegen mussten die Protestierer im Wendland sich etwas Neues einfallen lassen, damit dieses "Event" nicht nur wegen der wieder einmal ausgeübten tumben Gewalt in Erinnerung blieb.
Bekanntlich ist im "Ländle" der Versuch der Protestierer gänzlich schiefgegangen, die Mehrheit der Wahl-/Abstimmungsbürger von ihrer Sache zu überzeugen. Auch wenn die Versuchung nahe gelegen hätte, mit einem "Dagegen", bezogen auf "Stuttgart21", den ganzen Frust gegen die " Da Oben" einmal loszuwerden, haben die meisten Abstimm-Schwaben und Badenser zu sortieren gewusst. Das hätten sich die Niedersachsen auch gewünscht. Vielleicht mit Ausnahme einer ansehnlichen Minorität im Wendland selbst und mit den "Stuttgart21" vergleichbaren Dauerprotestierern sowie ihren Sympathisanten, hätten die anderen Einwohner hier im Norden gern mit einer Abstimmung die "Atomkraft-Gegner" in den Orkus geschossen. Den meisten Menschen hier reicht es nämlich!
Man hört, sieht und liest wieder einmal mit steigendem Überdruss, dass sich auch bei den Einheimischen in und um Gorleben zwischenzeitlich so eine Protestkultur mit einem edlen Wettstreit entwickelt hat, wer denn wie lange die Castoren aufzuhalten versteht. Der Alltag der Landwirte erfährt so eine hoch willkommene Abwechslung. Dazu sammeln sich noch die üblichen Verdächtigen aus den Großstädten in ihrer schmucken Uniform ( schwarz und vermummt ), die sich liebend gern mit der Staatsmacht prügeln. Und dann haben wir noch die mehr oder weniger problematischen Zeitgenossen, die sich in Familien mit Kindern oder in Horden zusammentun, um den Prickel dieser Krawalle zu erleben. Allerdings: Dem Beobachter fällt es angesichts der Energiewende immer schwerer, den Sinne derartiger Veranstaltungen zu sehen.
Noch weiter im Norden geben sich die Gegner einer fest Beltquerung angesichts der Ereignisse in Stuttgart enttäuscht. Zu gern hätten sie sich ein "Fehmarn21" gegönnt. Das hätte man dann so schön in dieser sonst ereignislosen Gegend gestalten können wie es die Wendländer bei sich taten. Denn: Bedauerlicherweise spielten die Dänen nicht mit. Aus der Sicht der Stammteilnehmer am Castorenfestival war es sogar unerhört, was sich unsere nördlichen Nachbarn da leisteten: Erst informierten sie sich und danach die Betroffenen sehr gut. Dann nahmen sie auch noch deren Einwendungen ernst und änderten die Planung von einer Brücke über den Belt zu einem Tunnel unter dem Belt. Und schließlich haben sie sich auch noch damit einverstanden erklärt, die Kosten des Bauwerks ganz allein zu tragen. Der steuerzahlende deutsche Bürger kann dagegen nichts sagen.
Die DEUTSCHE ZENTRUMSPARTEI findet es vorbildlich, wie die Dänen die Beltquerung angegangen sind und würde uns wünschen, dass wir diese Vorgehensweise kopieren. "Stuttgart21"- und "Castorenfestivals" in der bisherigen Form sind dann vielleicht ( ? )überflüssig !
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