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Imam: Minarette sind nicht wesentlich für den Islam |
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(22. Dezember 2009/tl.) – Das Schweizer Votum gegen den Bau von Minaretten beleidigt nach den Worten des britischen islamischen Gelehrten Taj Hargey weder den Islam noch schränkt es die religiösen Rechte von Schweizer Muslimen ein.
Dass die Schweizer sich mit deutlicher Mehrheit in einer demokratischen Abstimmung gegen den Bau von Minaretten gewandt haben, gilt vielen europäischen Politikern - und den meisten schweizerischen und deutschen Zeitungskolumnisten - als ein grosses Ärgernis. Damit werde die freie Religionsausübung behindert. Jetzt hat einer der wichtigsten islamischen Gelehrten Grossbritanniens in einem Kommentar für die „Times“ erklärt, dass Minarette kein notwendiger Teil des Islam seien.
Das Schweizer Referendum zum Verbot von Minaretten beeinträchtigt nicht die religiöse Freiheit der Schweizer Muslime. Das schreibt Taj Hargey, der Vorsitzende des „Muslimischen Bildungszentrum Oxford“ und Imam der „Summertown Islamic Congregation“ in Oxford in einem Gastbeitrag für die „Times“. Muslime, die in der Schweiz oder anderswo in Europa leben, sollten nicht etwas Kulturelles mit einem Glaubensbekenntnis verwechseln, so der Imam.
Er empfiehlt den Schweizer Muslimen einen Islam zu praktizieren, der in der Gesellschaft gründet, in der sie leben. Die Schweizer Muslime sollten jetzt keine „Opfermentalität“ entwickeln. Sie müssten der „giftigen Radikalisierung“ ihres Glaubens, die von ausserhalb importiert werde, widerstehen, schreibt der Imam.
Jetzt hätten die Schweizer Muslime die Chance, die Verbindungen zu der vorherrschenden Theologie aus dem Osten – gemeint ist die in Saudi Arabien gelehrte und von dort exportierte radikale wahabitische Theologie – zu beenden und einen untadeligen muslimischen Glauben zu erneuern.
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