Rendsurg: wöchentlich reicht nicht aus!

Jetzt ist die Katze aus dem Sack, und es tritt genau das ein, was viele Bürger befürchten: Erst kommt das Minarett, dann der wöchentliche Muezzinruf und dann tägliches Geplärre. In Rendsburg hat jetzt die zuständige Moscheegemeinde zugegeben, zunächst nur ein Geschrei für freitags beantragt zu haben, hat aber bereits angekündigt, den Muezzinruf täglich durchführen zu wollen, “wenn die Menschen sich daran gewöhnt” haben.

Daran werden wir uns nie gewöhnen, werden aber – unseren Volks”vertrretern” sei dank – einer Zwangsberieselung ausgesetzt. Gelockt und sich verständnisvoll und kompromissbereit gegeben, hatten sich die Moslems anfangs mit einem wöchentlichen Ruf. Der zuständige Bürgermeister, Breitner, SPD, ist bekanntlich ein Befürworter des Geschreis.

Der in Rendsburg geplante Ruf des Muezzins hat bundesweit für Schlagzeilen gesorgt. Anwohner gründeten eine Bürgerinitiative und sammelten Unterschriften dagegen. Knapp 800 Menschen trugen sich in eine Liste ein, die Rendsburgs Bürgermeister Andreas Breitner (SPD), einem Befürworter des Gebetsrufs, überreicht wurde. Seitdem ringen sie in Rendsburg darum, ob und wie oft Tüzgen öffentlich zum Gebet rufen darf.

«Der Gebetsruf dauert drei bis fünf Minuten und ist nicht lauter als die Eisenbahn nebenan», sagt Mercan Mergen. Der 38-Jährige ist zweiter Vorsitzender des Islamischen Zentrums der Stadt. Die Zentrumsmoschee liegt direkt neben einem Bahngleis, nur wenige Meter von den Stadtgrenzen von Rendsburg und Büdelsdorf entfernt. Als sich die Gläubigen nach und nach in der Moschee einfinden, bahnt sich ein Zug über die winterlichen Gleise seinen Weg. Zahlreiche Autos müssen wegen der geschlossenen Bahnschranken vor der Moschee halten.

Ende des Jahres haben die Muslime der Stadt das geforderte Schallgutachten geliefert. Seitdem prüft das Bauamt die Lärmimmissionen. «Dabei geht es um die Frage, ob das Schallgutachten regelkonform ist», sagt Bauamtsleiter Frank Thomsen. Grundlage seiner Prüfung ist die «Technische Anleitung zum Schutz gegen Lärm», kurz TA Lärm. Die erst Mitte Oktober vergangenen Jahres nach zehnjähriger Bauzeit eröffnete Moschee liegt in einem Mischgebiet, wie es im Verwaltungsdeutsch heißt. In der Nachbarschaft befinden sich neben der Bahnlinie Geschäfte, Wohnhäuser, ein Gymnasium und auch ein Seniorenheim.

Laut der Verwaltungsvorschrift darf der Lärm dort tagsüber 60 Dezibel und nachts 45 Dezibel erreichen, wie Thomsen sagt. Kurzzeitige Geräuschspitzen dürfen die Immissionsrichtwerte übersteigen, wie es die vorbeifahrenden Züge regelmäßig tun. Die an den Minaretten zu befestigenden Lautsprecher sollen «rund 65 Dezibel» verursachen, wie Mergen sagt. Zunächst soll der Gebetsruf allerdings nur einmal in der Woche ertönen. «Die Menschen sollen sich erst einmal daran gewöhnen», sagt Mergen.

Es ist erschreckend, dass in unserem christlichen Abendland den Christen immer weitere Beschränkungen auferlegt werden, wohingegen Minderheiten aus anderen Kulturkreisen immer weitreichender Freiheiten gewährt wird.

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 19. Januar 2010 um 11:45 Uhr