Abschlachten der Oppositionellen in Libyen – und kein Protest der „Friedensbewegung“ in Deutschland !


Dr.Klaus Wieser, Landesverband Hamburg     12.03.2011


Angesichts der Bilder, die uns aus Libyen erreichen, müssten überall bei uns Lichterketten der Friedensbewegten brennen und müssten die Gutmenschen dauernd auf Achse sein, um an zahlreichen Solidaritätsveranstaltungen zugunsten der geknechteten Menschen und gegen die Gräuel des Gaddafi - Clans und seiner Anhänger bzw. Söldner teilzunehmen. Auch wenn eine reale Hilfe zugunsten der Libyer, die für Freiheit und Menschenrechte kämpfen, angesichts der weltpolitischen Rahmenbedingungen kaum möglich erscheint, sollte man besonders von diesen "Gutmenschen" umfangreiche - mindestens symbolische - Aktivitäten erwarten.
Aber: Was geschieht ? Nichts!!
Sogar verbale Solidaritätsbekenntnisse sind selten.
Wo sind sie, die sonst so wortstarken Vertreter der deutschen "Friedensfront" ?

Normalerweise müssten sie mit hoch erhobenen Zeigefinger lautstark gegen die Gaddafi – Bande wettern. Und sie müssten alles tun, um den libyschen Rebellen wenigstens moralische Unterstützung zu bieten.
Aber alle haben zur Zeit offensichtlich Wichtigeres zu tun.
Vermutungen werden laut, dass die "Friedensbewegten" zur Zeit damit beschäftigt sind, auf besseres Wetter zu warten, damit sie oder andere aus ihren Kreisen mit dem Schiff nach Gaza fahren können – abgelaufene Medikamente und kämpferische Parolen im Gepäck.
Wahrscheinlich ist auch, dass den "Friedensbewegten" die ganze Richtung nicht passt, denn die Menschen in Libyen kämpfen für Humanität, Menschenrechte und Demokratie – nicht aber gegen den Imperialismus, den Kapitalismus und den Zionismus. Es werden keine US – amerikanischen und israelischen Fahnen verbrannt und nicht gerufen: "Tod für Amerika" oder "Vernichtet Israel"!

Diese selektive Wahrnehmung des Unrechtes in dieser Welt war aber schon immer ein "Markenzeichen" der sogenannten "Friedensbewegten".
Der Grund dafür lag und liegt weiter auf der Hand: Mehr oder weniger sind die Wortführer und Einpeitscher dieser Gutmenschenorganisation am extremen linken politischen Rand angesiedelt. Viele ihrer Mitläufer und andere Gutwilligen, wollen oder können das angesichts ihrer selektiven Wahrnehmung von Realität nicht wahrhaben.
In einigen Wochen haben wir Ostern und dann sind wieder die Ostermärsche fällig. Jeder politisch Interessierte in unserem Land ist neugierig, was uns die Gutmenschen angesichts der Tragödie in Libyen dann zu bieten haben.

Unabhängig von dem unmoralisch einseitigen Verhalten dieser "Friedensbewegten" können wir anderen nur hoffen, dass es möglichst bald einen Ausweg aus diesen mörderischen Auseinandersetzungen in Libyen gibt und dass die Menschen dort zukünftig friedlich in einem Staat leben können, der ihnen die Menschenrechte und Demokratie sichert sowie die Teilhabe an den unendlich großen Schätzen dieses ölreichen Landes.

 

 

 

 

 

Zuletzt aktualisiert am Montag, den 11. April 2011 um 10:11 Uhr