Der Sprung in der Platte der FDP und der Wackel – Dackel Angela

Dr. Klaus Wieser, Landesverband Hamburg, 27.6.2011

Seinerzeit bei den Schellack– und den Vinyl– Platten führte ein Sprung in der Platte oder eine andere leichte Beschädigung dazu, dass die betroffene Sequenz stetig wiederholt wurde.
In der FDP – Platte, besonders seit der letzten Wahl – gibt es einen derartigen Sprung, der dazu führt, dass dem angewiderten Publikum immer wieder die Story von der Senkung der Einkommensteuer für niedrige und mittlere Einkommen vorgewimmert wird.

Nun wissen wir alle, dass die Bezieher niedriger Einkommen keine Einkommensteuer zahlen. Ihre Nennung in diesem Zusammenhang soll irgendeine soziale Verantwortung suggerieren. Im Fall FDP ist das schlichtweg dummes Zeug.
Die Steuerzahler mit einem mittleren Einkommen könnten zwar den FDP – Vorstellungen am leichtesten auf den Leim gehen. Denn wer hätte nicht gern ein paar Euro mehr, nachdem der Fiskus zugegriffen hat ? Die Minderung der Steuerlast für diese große Gruppe könnte auch als "gerecht" verkauft werden, denn die Steuerprogression steigt bekanntlich besonders progressiv in den mittleren Einkommensgruppen. Deshalb handelt es sich bei diesen um diejenigen, die am meisten für die Finanzierung unseres Gemeinwesens beitragen.
Aber: Es handelt sich auch um diejenigen, die am meisten bereit sind, für unseren Staat und Gesellschaft Verantwortung zu tragen. Sie sind staatstragend und somit - frustrierend für die FDP – Strategen – nicht so schnell bereit, für ein paar Euros mehr in der Tasche auf die unverantwortlichen Parolen der Mövenpick – Partei einzugehen.

Angesichts des Tatbestandes, dass die Staatsfinanzen immer noch schwer belastet sind und sich gewaltige finanzielle Risiken in der Zukunft abzeichnen, kann kein Mensch mit nur etwas Verstand und ein wenig Verantwortungsgefühl, die Schwafeleien der Mövenpick – Partei ernst nehmen. Die FDP hat mangels intellektueller Substanz und fehlender Existenzberechtigung die Senkung der Einkommensteuer, genauer die Beseitigung des "Mittelstandsbauches" in der Steuerprogression, zu ihrem Hauptthema gemacht. Sie behauptet, nun nur dieses Wahlversprechen einlösen zu wollen.
Sie braucht sich nicht zu bemühen. Die Wahlbürger glauben ihr sowieso nicht.
Hatte man angesichts des Überganges der Führung an Philipp Rösler geglaubt, es brächen neue Zeiten in dieser Partei an, hat man sich getäuscht. Man hat den Sprung in der FDP – Platte nicht beachtet – denn nun tönt es genauso weiter "Senkung der Einkommensteuer" bzw. "Steuersenkung" usw. – nunmehr auf röslerisch

Und was sagt die Chefin dieser Regierungstruppe dazu?
Unser Wackel – Dackel Angela will nach dem Rettungspakt für Griechenland auch ihrem Regierungspartner FDP ein kleines Care - Päckchen zukommen lassen.
Sie sagt halb ja – halb nein; jetzt nicht, vielleicht später usw. aber noch während ihrer Regierungsverantwortung.
Na ja, vielleicht auch nicht.

Die Meinung der Deutschen Zentrumspartei, deren Mitglieder - relativ gesehen - von den Steuersenkungsfantasien der FDP wahrscheinlich partizipieren würden, wendet sich scharf gegen dieses abenteuerliche Vorhaben der Partei der "Besserverdienenden". Wir fordern, dass weiter eisern gespart wird, dass die Schulden massiv abgebaut werden und dass unser Wackel – Dackel etwas mehr Rückgrat zeigt, um diesen lächerlichen Verein in ihrer Gefolgschaft auf das zu reduzieren, was er ist – auf die Rolle als Pausenclown.

Gut genug für das kommende Sommerloch.

Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 01. Juli 2011 um 07:51 Uhr