Großbritannien zukünftig der 51. Bundesstaat der USA ?

Dr. Klaus Wieser, Landesverband Hamburg, 10.12.2011

David Cameron, zur Zeit Prime - Minister des Vereinigten Königreiches, muss eingangs gelobt werden, denn er war vorbildlich ehrlich. Er sprach nämlich Klartext, dass es ihm bei  Europa und der Eurofrage allein um die Vorteile Großbritanniens ginge. Die tieferen Beweggründe und Ziele der europäischen Einigung spielten in seiner Argumentation keine Rolle. Er deutete sogar zuletzt noch an, dass er sehr wohl in der Lage ( und vielleicht sogar willens ) wäre, die weitere Politik der anderen EU – Länder zu torpedieren.
Sollte dieses in die Tat umgesetzt werden, könnten am Ende sogar bei den anderen EU – Staaten Überlegungen angestellt werden, wie man sich dieser britischen Saboteure auf dem Weg zur europäischen Einheit entledigen könnte. Vielleicht geht Großbritannien auch freiwillig.
Vielleicht besinnt sich diese große europäische Nation, denn: Die augenblickliche Regierung spiegelt möglicherweise die Stimmung auf den britischen Inseln wider – aber das gilt nur für die Gegenwart. Es ist nicht auszuschließen, dass sich das schon bald ändert.

Klar ist, Großbritannien hat sich den Reformwünschen der anderen verschlossen und hat sogar darüber hinaus noch erpresserisch weitere Extrawürste gefordert. Ausgerechnet die halbseidene Bankwirtschaft am Bankplatz London sollte von Regelungen freigestellt werden, die deren Zocken etwas erschwert hätte.
Das hat auf Anhieb allen anderen EU - Staaten nicht gefallen. Außer den siebzehn Euro – Staaten haben weitere sechs sich sofort für die neuen Regelungen entschieden. Die Regierungschefs Schwedens und Tschechiens wollen erst noch einmal ihre Parlamente befragen und Ungarn schwankt noch – neigt aber neuerdings auch zum Anschluss an die Mehrheit.

David Cameron ist also allein zu Haus – vielleicht noch zusammen mit den Europagegnern ( beschönigend auch "Euroskeptiker" genannt) – meistens aus seiner Partei, den Reichen im Land und schließlich der Londoner City.
Und auch dieser Tatbestand verdient eine besondere Art von Lob, denn es gibt auch in der Frage Klarheit, wessen Interessen in Brüssel vertreten werden: Nicht die Großbritanniens sondern die einer relativ kleinen Gruppe in Großbritannien, vertreten von David Cameron.
Auch in dieser Hinsicht war der Prime – Minister ehrlich.

Die DEUTSCHE ZENTRUMSPARTEI kann nur begrüßen, wenn Politiker ihren Wählern und ihren Partnern reinen Wein einschenken, auch wenn dieser ausgesprochen sauer sein könnte.

Wie geht es aber weiter mit Großbritannien ?
Was geschieht mit diesem Land, falls es aus der EU ausscheidet?

Wie wäre es mit einem Anschluss Großbritanniens an die USA als 51. Bundesstaat und als dessen zweiter Staat nach Hawaii, der nicht dem amerikanischen Kontinent angehört ?
Dafür spricht die gemeinsame Sprache und auch eine gemeinsam
durchlittene Geschichte, die aber seit 200 Jahren keine kriegerischen Auseinandersetzungen gegeneinander  aufweist. Vielmehr wurde von den britischen Regierungen mindestens seit über einhundert Jahren alles getan, um die Gemeinsamkeiten zwischen den USA und dem Vereinigten Königreich zu betonen und wirksam werden zu lassen.
Als ehemalige britische Kolonie weisen die USA außerdem noch weitere Gemeinsamkeiten auf, die dann eine Integration dieses amerikanischen Bundeslandes in die Union weiter erleichtern könnten.

Liebe Leser, Sie sehen, die Mitgliedschaft Großbritanniens in der EU ist nicht alternativlos. Die Briten haben eine andere Möglichkeit zur eigenen Zukunftsgestaltung, was durchaus in der Zukunft am Bedeutung gewinnen könnte.

Aber: Die ehemalige Weltmacht Großbritannien als Schoßhündchen der Amerikaner, das dann, wie in der chinesischen Küche weit verbreitet, gemästet und dann verspeist wird – eine Vorstellung, die durchaus ihren eigenen Witz hat!

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 13. Dezember 2011 um 06:49 Uhr