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Werner Otto – ein ehrbarer Kaufmann und Vorbild ist abgetreten. |
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Dr. Klaus Wieser, Landesverband Hamburg, 28.Dezember 2011.
Am 21. Dezember 2011 ist Werner Otto, Gründer des gleichnamigen Versandhauses und der Immobilienfirma ECE im Kreise seiner Familie im Alter von 102 Jahren in Berlin gestorben. Beigesetzt wird er nach der Trauerfeier in Berlin in der Familiengrabstätte auf dem Friedhof Hamburg - Ohlsdorf. Damit schließt sich der Lebenskreis eines Mannes, der in Seelow in Brandenburg geboren wurde, vor und während des Zweiten Weltkrieges in Pommern, Brandenburg, Westpreußen und in Berlin gelebt hatte, bis er nach dem Krieg in Hamburg seinen Versandhandel aufbaute.
Dieser Patriarch – hier im besten Sinne des Wortes – schaffte es, die Verantwortung für sein Wirtschaftsimperium so gut und so frühzeitig auf seine Kinder aufzuteilen, dass der Generationenwechsel bereits problemlos abgelaufen ist. Das ist ein pädagogisches Kunststück bei fünf Kindern aus drei Ehen, zwischen denen der Altersunterschied 26 Jahre beträgt. Werner Otto war auch ein anderer Typ Chef – nämlich jemand, der seine Arbeitnehmer begeistern konnte. Der mit ihnen Weihnachten feierte und sich zu Maskenbällen verkleidete, aber der stets die Respektsperson an der Firmenspitze war. Er führte für seine Arbeitnehmer das Weihnachtsgeld ein, eine Fünf- statt der bisherigen Sechstagewoche oder eine Sozialkasse für die Altersversorgung. Seine Bereitschaft, die seiner Kinder und seiner Unternehmungen, sich für soziale Projekte und für Bedürftige einzusetzen, wurde stets hoch gewürdigt. Seine "Werner – Otto – Stiftung" förderte mit Millionen - Aufwand die medizinische und die sozialpädiatrische Forschung und akademische Ausbildung; er war auch maßgeblich an dem Wiederaufbau bzw. Umbau von kunsthistorisch bedeutsamen Gebäuden in Potsdam und Berlin beteiligt. Zwischenzeitlich hatte er zusätzlich auch eine internationale Immobilienfirma, die "Einkaufscenter Entwicklungsgesellschaft" (ECE), gegründet, die international tätig ist.
Dass die Kinder von Werner Otto sich wie ihr Vater äußerten und verhielten, und zwar anders als jene Unternehmer, die aus ihren Arbeitnehmern und auch ihren Geschäftspartnern das Äußerste herausquetschen, hat ihnen sogar von der SPD ein Lob wegen ihres "sozialen Patriotismus" eingetragen. So gehört Michael Otto, sein ältester Sohn, wie auch Martin Kind, Hörgeräteunternehmer, zu den Unternehmern die ausdrücklich erklärten, freiwillig höhere Steuern zahlen zu wollen, sofern dieses zur Schuldentilgung verwendet werde. Andere Prominente wie beispielsweise der ehemalige Hamburger Versicherungsunternehmer Jürgen Hunke, früher HSV – Präsident, hält eine massive Erhöhung der Erbschaftssteuer für den vernünftigeren Weg und würde sich gern daran beteiligen. Ähnlich auch der Hamburger Reeder Peter Krämer, der schon vor längerer Zeit in einem Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel moniert hatte, dass Vermögen in Deutschland zu niedrig besteuert werde. Diese Liste ließe sich noch stark erweitern.
Aber da gibt es auch die vielen Gegenbeispiele. Nehmen wir den "Fall" des Ex – Finanzministers Eichel ( SPD ), der vor Gericht Ansprüche von 6.350 Euro monatlich durchsetzen will – zusätzlich zu seinen 8.200 Euro monatlich als ehemaliger Bundesminister und Ex - Bundestagsabgeordneter. Diese ständen Hans Eichel nach seiner Ansicht für seine Zeit als Oberbürgermeister von Kassel zu. Sie sollten ihm jedoch nicht gewährt werden, um eine Doppelversorgung zu vermeiden. Und nehmen wir die Klagen jener Verbandsvertreter und großer Einzelunternehmer, Promis aus dem Showgeschäfts usw., die massiv über ihre angeblich zu hohen Steuern klagen und ihnen mit Hilfe unwürdiger Tricks zu entkommen versuchen.
Angesichts dieser zuletzt genannten jämmerlichen Gesellschaft ist nach Ansicht der DEUTSCHEN ZENTRUMSPARTEI ein Unternehmer wie Werner Otto ein echtes Vorbild, ein "sozialer Patriot". Er wird sehr vielen Menschen in guter Erinnerung bleiben.
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